Kaum jemand weiß es, aber George Lucas hat tatsächlich nur 4 Star Wars-Filme gedreht

Der Name George Lucas löst selbst über die Grenzen Hollywoods hinaus große Ehrfurcht aus, schließlich schuf er als geistiger Vater mit dem gigantischen Star Wars-Universum eines der größten Sci-Fi-Franchises der Filmgeschichte. Eine Idee für die Ewigkeit, die den gebürtigen Kalifornier zeitweise sogar zum reichsten Promi der Erde machte.
Wer sich nicht gerade als Fan der ikonischen Weltraum-Saga bezeichnet, dürfte daher vermutlich überrascht sein, dass Lucas als Regisseur gar nicht bei allen Filmen der Reihe hinter der Kamera stand. Er selbst hatte dafür jedoch einen ziemlich pragmatischen Grund.
"Ich hasse es, Regie zu führen": George Lucas inszenierte nur 4 Star Wars-Filme selbst
Natürlich ließ es sich Lucas nicht nehmen, bei Krieg der Sterne die Regie-Zügel höchstpersönlich in die Hand zu nehmen, um seine Vision einer mitreißenden Space Opera auf die Kinoleinwand zu bannen. Obwohl er dafür 1978 sogar als bester Regisseur für den Oscar nominiert wurde, gab er zwei Jahre später den Posten für die Fortsetzung Das Imperium schlägt zurück an seinen Kollegen und ehemaligen Uni-Dozenten Irvin Kershner (James Bond 007 - Sag niemals nie) ab.
1980 erklärte Lucas seine überraschende Entscheidung gegenüber dem Rolling Stone so:
Ich hasse es, Regie zu führen. Es ist, als würde man jeden Tag einen 15-Runden-Kampf im Schwergewicht gegen einen neuen Gegner bestreiten. Man geht zur Arbeit und weiß genau, wie eine Szene aussehen soll, aber am Ende des Tages ist man meistens niedergeschlagen, weil man seine Sache nicht gut genug gemacht hat. [...] Es fiel mir leicht, die Regie aufzugeben.
Der Großteil der Star Wars-Fans beurteilt diesen kreativen Schritt im Nachhinein wohl als richtig, gilt das Sequel heutzutage doch allgemeinhin als bester Film der gesamten Reihe. Auch beim dritten Teil Die Rückkehr der Jedi-Ritter trat Lucas ins zweite Glied zurück, um dem Briten Richard Marquand (Die Nadel) den Regiestuhl zu überlassen.
Was aus der oftmals verhassten Prequel-Trilogie geworden wäre, wenn auch hier Lucas von der Inszenierung Abstand genommen hätte? Das lässt sich nur spekulieren, denn tatsächlich drehte das Sci-Fi-Mastermind innerhalb von sechs Jahren die Star Wars-Episoden 1 bis 3 (Die dunkle Bedrohung, Angriff der Klonkrieger und Die Rache der Sith) wieder höchstpersönlich.
Es war bis heute das letzte Mal überhaupt, dass Lucas Regie führte. So waren sowohl für die Sequel-Trilogie der 2010er-Jahre als auch für die bisherigen Spin-off-Kinofilme des Franchise andere Regisseure wie J.J. Abrams, Rian Johnson und Gareth Edwards verantwortlich. Der Schöpfer widmete sich hingegen lieber der Konzeption und Erbauung seines neuen Museums , das erst kürzlich eröffnete und wofür er sogar drei weitere geplante Star Wars-Filme sausen ließ.
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