Kommt Below Staffel 2? Die letzte Szene der Netflix-Serie wirft absichtlich alles über den Haufen

Die letzte Szene in Below ist eindeutig: Es gibt mehr Seemonster
Nachdem Calvin Penney (Josh Hartnett) sein Örtchen Snook's Arm sowohl vor dem Mama-Riesentintenfisch namens Mudder als auch vor den noch viel böseren und geldgierigen Crockers rettet, scheint erstmal alles gut. Familie Crocker wollte das ganze Dorf umsiedeln, um an die Rohstoffe zu gelangen, während der Kopffüßer bloß seinen Nachwuchs im Eisberg beschützte.
Penney verhindert am Ende, dass Snook's Arm bombardiert wird, indem er Mudder und ihre Eisbergbabys ins offene Meer rauslockt. Das stoppt letztlich auch die geplante Umsiedlung. Wissenschaftlerin Fonda Howander (Mackenzie Davis) erklärt darüber hinaus, dass der Tintenfisch sein Leben geben wird, um die Babys auszubrüten und der Nachwuchs das viel zu warme Meer nicht überlebt. Alle Probleme gelöst. Oder?
Nein, denn in der allerletzten Szene, als Snook's Bay wieder floriert und munter auf den Beinen ist, macht Calvin auf dem Meer eine Entdeckung. Aus irgendeinem Grund sind alle davon ausgegangen, dass Mudder die letzte ihrer Art ist. Wenn Penney in der letzten Szene mehrere große Eisberge auf dem Meer vorfindet, ist die Sache klar: Mudder war nicht die letzte ihrer Art und es gibt noch weitere Riesentintenfische, die gerade Nachwuchs ausbrüten.
Ohne weitere Erklärung endet Below und lässt uns nach dieser 180-Grad-Drehung mit einer Frage zurück: Wird der Cliffhanger in einer 2. Staffel aufgelöst?
Warum eine 2. Staffel von Below unwahrscheinlich ist
Below von Showrunner Jesse McKeown (The Umbrella Academy) war von Anfang an als Miniserie konzipiert. Das alleine hält Netflix bei großem Erfolg zwar nicht von einer Fortsetzung ab, der Macher selbst ist aber klar dagegen. Gegenüber TV Insider sagt McKeown, dass die Geschichte für ihn abgeschlossen sei. Sowohl er als auch die Ausführende Produzentin Jessica Rhodes (Station Eleven) hätten dieses "Ende" beabsichtigt:
Es ist eine Miniserie. Ich wollte eine abgeschlossene Geschichte erzählen (...), aber gleichzeitig mag ich saubere Enden nicht und ich glaube, Jessica auch nicht. (...) Wir wollten, dass es sich ein wenig unordentlich und wie das echte Leben anfühlt.
So endet die Serie also damit, dass sich durch die globale Erderwärmung unser aller Leben verändert. In Calvin Penneys Fall kommen die Riesentintenfische und nehmen die Küste mit ihren Nachwuchs-Eisbergen für sich ein. McKeown lässt uns am Ende absichtlich grübeln. Es ist ein unordentliches Ende für ein unbequemes Thema, ob wir wollen oder nicht.
- Zum Weiterlesen: Die Serienkritik zu Below von Moviepilot-Chefredakteurin Jenny Jecke
Wenn ihr jetzt trotzdem Küsten-Mystery-Nachschub braucht, dann schaut doch mal in die Serie Widow's Bay bei Apple TV rein. Nicht nur hat sie gerade unglaubliche 14 Emmys gewonnen, auch wird sie euch mit dem Mix aus Insel-Humor, gruseligen Meeresmysterien und Horror sofort in euren Bann ziehen.
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