Mit 14 Jahren habe ich mich in diesen Horrorfilm geschlichen – und der Kinobesuch war gruseliger als der Film selbst

An den Kinokassen ist die Conjuring-Reihe das erfolgreichste Horror-Franchise der Geschichte. Laut The Numbers liegt das weltweite Einspielergebnis aller zehn bisherigen Filme bei circa 2,9 Milliarden US-Dollar. Das Universum umfasst neben der vierteiligen Hauptreihe zwei Spin-off-Reihen rund um den Nonnendämon Valak und die Puppe Annabelle.
Einer der größten Geheimtipps der Reihe ist für mich nach wie vor der unterschätzte Annabelle 2 (im Original: Annabelle: Creation), den man derzeit auf mehreren Plattformen streamen kann. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das noch viel unheimlichere Kinoerlebnis zu diesem Film.
Horror-Tipp: Worum geht es in Annabelle 2?
Annabelle 2 setzt Jahre vor dem ersten Teil an und erzählt die Vorgeschichte der Puppe. Im Mittelpunkt stehen der Puppenmacher Samuel (Anthony LaPaglia) und seine Frau Esther (Miranda Otto), die nach Jahren noch immer dem plötzlichen Tod ihrer Tochter Annabelle nachtrauern. Als das Paar die Nonne Charlotte mitsamt sechs Waisenkindern in ihr Haus aufnimmt, findet eines der Mädchen (Talitha Eliana Bateman) eine unheimliche Puppe in Annabelles altem Kinderzimmer.
Fortan nimmt der Spuk im Haus des Puppenmachers seinen Lauf. Inszeniert wurde der Film von David F. Sandberg, der zuvor mit Lights Out für Furore sorgte. Zuletzt drehte er die beiden Shazam!-Abenteuer und Until Dawn. Da das Conjuring-Universum nach wie vor extrem erfolgreich ist, steht der nächste Film auch schon fest.
Purer Horror: Deswegen war mein Kinobesuch von Annabelle 2 noch gruseliger als der Film
Annabelle 2 sticht erzählerisch keineswegs aus der klassischen Conjuring-Formel heraus. Auch hier handelt es sich wieder um Geisterbahn-Horror im klassischen Sinne. Doch der Film profitiert ungemein von Sandbergs Inszenierung, da er ganz genau weiß, wie er diese Art von Horror effektiv inszeniert.
Der Film besticht mit einer wirklich wuchtigen und clever genutzten Audiospur, aber auch mit schönen Spannungsbögen innerhalb der einzelnen Szenen. Die Jumpscares werden so verteilt, dass keine Ermüdungserscheinungen auftreten und auch die Gehbehinderung der Protagonistin sorgt für umso mehr Beklemmung.
Der Film bietet sich als der perfekte Einstieg ins Horrorgenre an, weswegen dies auch mein erster Horrorfilm im Kino war. Mit 14 Jahren kaufte ich mir eine Karte in der günstigsten Reihe, ziemlich nah an der Leinwand, für den Fall, dass ich an der Alterskontrolle (der Film hat eine FSK 16) nicht vorbeikommen würde. Tatsächlich gelangte ich in den Saal, doch die Anspannung während des Ticketabreißens wollte meinen Körper noch nicht so recht verlassen.
- Nicht verpassen: Der neue Danny Boyle-Film sieht grandios aus
Der Film lief bereits 30 Minuten, als plötzlich die Saaltür aufging und ein Schatten schnellen Schrittes wenige Meter vor mir vor die Leinwand trat und sich im Saal umsah. Mir stockte der Atem und ich dachte, erwischt worden zu sein, als plötzlich eine Frauenstimme mehrfach den Namen "Simon" durch den Saal zischte, ehe der als Frau enttarnte Schatten den Saal schnell wieder verließ. Noch nie zuvor war ich so froh, nicht Simon zu heißen.
Zehn Minuten später betrat die Dame den Saal erneut und schrie diesmal nach Simon und fügte verzweifelt hinzu: "Wo bist du?", was die Situation für mein 14-jähriges Ich nicht weniger unheimlich machte. Doch Simon gab sich nicht zu erkennen und die Frau verschwand und sollte nicht mehr wiederkehren.
Den wirklich empfehlenswerten Annabelle 2 könnt ihr derzeit bei HBO Max und WOW im Abo streamen.
Diesen Artikel teilen:
Weitere Beiträge
06.09.2026Er ist in Deadpool 2 eine ganze Minute lang im Bild, aber niemand hat den Hollywood-Superstar erkannt
06.09.2026Sommerhaus der Stars-Kandidat teilt trauriges Schicksal: Er musste vor fünf Jahren schweren Verlust ertragen
06.09.2026Bill und Tom überraschen in Netflix-Show mit drastischer Promi-Aktion: Warum eine ZDF-Ikone sich für immer an diesen Tag erinnern wird
